13. da-ka Bassenatalk- Nachhaltigkeit mit Biss

Am 20.3. veranstaltete das Donaustädter Hausbetreuungsunternehmen da-ka den mittlerweile dreizehnten Bassena Talk. Unter dem Titel „Nachhaltigkeit mit Biss- Echte Wirkung statt moralischer Seifenblasen“ diskutierten auf dem Podium der Klubvorsitzende der SPÖ im Rathausklub und Bezirksvorsitzende Josef Taucher sowie die Schauspielerin, Autorin und Aktivistin Valerie Huber. Valerie Huber hat vor Kurzem ihr erstes Buch „Fomo Sapiens“ veröffentlicht.
Josef Taucher als Vizepräsident des ökosozialen Forums und engagiert in ökologisch nachhaltiger Stadtpolitik erläuterte einige Projekte der Stadt Wien, die einen großen Hebel hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit haben.


So nannte er das in den letzten Jahren neu errichtete Klärwerk in Simmering. Früher wurden über 1% des gesamten Stromverbrauchs der Stadt Wien für die Reinigung der Abwässer aufgewendet. Durch die Methannutzung konnte dieser Energieverbrauch nicht nur eingespart werden, sondern es wird zusätzlich Strom ins Netz gespeist. Zusätzlich wird über große Wärmepumpen aus den Abwässern Wärme für das Fernwärmenetz gezogen. In einem zusätzlichen Projekt mit der TU soll außerdem in Zukunft dem Klärschlamm der Phosphor entzogen werden, um Österreich unabhängiger von Importen zu machen.
Als weiteres Projekt mit großer ökologischer Hebelwirkung nannte Taucher das unweit des Bassena Talk Standortes gelegene Tiefengeothermiekraftwerk „deep“. Aus 3000 Metern Tiefe wird in einem Kreislauf warmes Wasser für die Fernwärmeversorgung der Wiener Bevölkerung geholt. Bis 2030 sollen mit sechs dieser Standorte die Heizwärme für 200.000 Wiener Haushalte klimaneutral produziert werden.
Auch Valerie Huber führte aus, dass die Verantwortung für einen ökologischen Wandel nicht auf einzelne Individuen abgewälzt werden könne. Es läge in der Verantwortung der Politik Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen ökologischen Wandel ermöglichen.
Beide Gäste waren sich aber im Sinne des Schlusskapitels von Valerie Hubers Buch einig, dass Solidarität die Basis für ökosozialen Wandel darstellt.
80 Gäste kamen zum Bassena Talk am da-ka Firmensitz am Kuttelwascherweg. Das Publikum sammelte dabei Spenden für ein karitatives Projekt in Uganda. Im Anschluss an die Diskussion lud der Veranstalter zu Krautfleckerl vom Restaurant Hollerei und Craftbier von der Brauerei Schalken ein. Das Robert Unterköfler Trio sorgte mit Jazz Musik für die passende musikalische Ausklang des Abends.
Der Bassena Talk wird in den kommenden Wochen mehrfach auf W24 übertragen.

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